“Wir haben ihn verloren” heißt es zu Beginn der Meldung, die Die Toten Hosen über die sozialen Netzwerke verbreiteten. Der Musiker sei gestern “nach schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie gestorben. Er war auch für uns ein Familienmitglied und bis zum letzten Tag ein enger guter Freund. Wir werden Dich nie vergessen. Andi, Breiti, Campino, Kuddel, Vom, und alle Mitarbeiter von JKP und KKT.” Rohde war offenbar vor einigen Jahren an Krebs erkrankt und nun an den Folgen der Erkrankung gestorben.
Der gebürtige Kieler Rohde war 1986 bei den Toten Hosen eingestiegen, nachdem Schlagzeuger Trini Trimpop ins Management der Band gewechselt war. Gemeinsam mit den Düsseldorfer Deutschpunks spielte er einige ihrer populärsten Alben wie “Ein kleines bisschen Horrorschau” (1988) und “Opium fürs Volk” (1996) ein. 1999 schied er wegen Rückenproblemen als aktiver Schlagzeuger aus und wurde durch Roadie Vom Ritchie ersetzt, blieb aber passives Mitglied der Band.
Nach seiner aktiven Zeit bei den Toten Hosen gründete Rohde das Label Goldene Zeiten und organisierte jahrelang in seinem Wohnort Meerbusch das Nachwuchs-Festival Rock im Turm. Außerdem hatte er gelegentlich Gastauftritte bei den Toten Hosen und veröffentlichte 2011 unter dem Namen “Wölli & Die Band des Jahres” das Album “Das ist noch nicht alles”, auf dem er bei einigen Songs von seinen ehemaligen Bandkollegen unterstützt wurde.
Im August 2015 hatte der bereits erkrankte Wölli bei einer Toten-Hosen-Show in Leipzig noch einmal einen Gastauftritt bei seiner Band. Beim Song “Steh auf, wenn du am Boden bist” kam er auf die Bühne, “Ich werde es schaffen” sagte er in einer kurzen Dankesrede an die Fans in Bezug auf seine Krankheit damals und sang mit der Band den Rest des Songs.