Ist es albern, wenn diese Band eine Platte mit Comic-Artwork inklusive Skateboards und einem Sprayer, der aussieht wie der Sohn von Mr. Spock, veröffentlicht? Nicht, wenn sie Adolescents heißt, nicht, wenn sie 2011 ein Album veröffentlicht, das uns daran erinnert, warum Punkrock aus Orange County/Kalifornien früher so großartig war und es heute immer noch sein kann. Adolescents sind provokant, schnodderig, lustig, böse, immer etwas daneben, immer auf den Punkt. Die Frage, ob Punkrock in Würde altern kann ohne an Biss zu verlieren, ists hiermit jedenfalls beantwortet. The Fastest Kid Alive hätte genauso auch 1981, 1994 oder 2003 veröffentlicht werden können. Und letztendlich macht es klar: Verändert hat sich nichts in dieser Zeit, also gibt es auch für eine Band wie Adolescents keinen Grund, etwas zu verändern. Dennoch ist es erstaunlich, wie locker sie diese kleinen Fuck you-Bonmonts aus dem Ärmel schütteln: Operation FTW, Inspiration, One Nation, Under Siege , Cant Change The World With A Song, Serf City, No Child Left Behind – man könnte auch einfach alle 15 Titel der Platte auflisten. Dabei machen Adolescents so viele Worte wie nötig, aber eben auch nicht mehr. Soll heißen: Aufdrehen und lernen. So geht das, und so muss das sein. Punkrock in Arenen? Punkrock in der Werbung? Punkrock in den Charts? Punkrock, der irgendwie anders ist als der von Adolescents? Wer in Teufels Namen soll so etwas überhaupt brauchen.
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