All Shall Perish
Hate.Malice.Revenge
Text: Martin Iordanidis
Und der hat es in sich. Irgendwann, in postnuklearer Zukunft, werden sich Wissenschaftler mit den Slayer-Jüngern der nun laufenden Jahrhundertwende befassen. Virtuelle Metal-Museen erstellen. Geklaute Riffs durch Spektralanalyse entlarven. Drumpatterns im Lombardian-Style katalogisieren. Und All Shall Perish ziemlich weit oben auf ihrer Liste haben. Dabei lenken die Oaklander durch ihre massiven Blastbeats und die Gruft-Grunts von Craig Betit ganz passabel von ihren wahren Mentoren – den sehr frühen Slayer eben – ab. Mit ihrer offiziellen Standortbestimmung “zwischen Metal und Hardcore” liegen sie nur bedingt richtig, hat man mit dem frühen Florida-Death Metal der Marke Obituary oder Malevolent Creation doch mindestens ebensoviel gemein. Weitgehend leadfrei poltern die Kalifornier durch acht ultrabrutale Nummern, die durch eine furztrockene Produktion so duster daher kommen wie das Kellergeschoss der Hölle. Selbst die exzessiven Vocalpitches wollen den Spaß an dieser derben Combo nicht so recht verderben. Matschauge sei wachsam – da kommt noch einiges auf uns zu.
weitere Platten
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VÖ: 29.07.2011
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VÖ: 05.09.2008