Damit hier kein falscher Hype-Eindruck entsteht, muß ich erst mal loswerden, daß man sich nicht ungeschoren an großen 80er Hits vergreift. Hier werden nämlich einige wirkliche Superpophits verwurschtelt, von denen es a) schon genügend Coverversionen gibt und die b) im Original unantastbar erscheinen. Ganz objektiv betrachtet, haben Atrocity nicht viel falsch gemacht. Auf Werk 80″ befinden sich neben gelungenen auch einige weniger interessante Interpretationen besagter Überhits à la Shout”, Tainted Love”, Wild Boys” oder Lets Dance”. Da man Atrocity in der Vergangenheit schon immer problemlos sein Ohr leihen konnte, geht musikalisch erwartungsgemäß alles klar. Frauen circen, Männer raunzen, Keyboards gothen und Gitarren sägen. Das gibt auf jeden Fall Chart-Punkte. Die Mischung scheint zu stimmen, und das Artwork tut sein übriges. Das Cover-Foto ziert eine Gummi-Lac(h)k-Leder-Cellistin, die jedoch nicht zu schmuddelig daherkommt, so daß das Ganze nach Stil aussieht. Effektiv, aber nicht wirklich schön. Eigentlich wie der Gesamteindruck. Fetish, ahoi!