Weil selbst die, die er mit dem tieftraurigen “End Times” zuletzt noch abgeholt hatte und die, die sich den Herzschmerz von einem Vollbart, der im halbdunklen Keller saß, auf ein bockiges Vierspurgerät spielen lassen wollten, nun nicht mehr recht mitkommen. Aber woran liegt das? “Falschmachen” gibt es im Kosmos der Eels schon lange nicht mehr. Zumindest nicht so richtig. Und “Tomorrow Morning” fängt auch ganz hervorragend an: Als würde Everett “End Times” und “Hombre Lobo” zusammen in den Sandkasten setzen und gucken, was passiert. Aber während man als sensationsgeiler Hörer darauf gehofft hatte, dass sie die Förmchen versauen und sich zerfleischen, ist erstmal nichts als Harmonie, ein Low-Fi-Schlagzeug, zarte Gitarren, ein E-Piano. Das kennt und liebt man. Und die Single “Spectacular Girl” hätte so auch schon auf “Daisies Of The Galaxy” gepasst. Und mindestens die Hälfte der restlichen Songs auf “Tomorrow Morning” ebenso. Oder hier und da zwischen die mit Herzblut bekritzelten Tagebuchseiten von “Blinking Lights And Other Revelations”. Und genau das ist auch der Knackpunkt, der das Album nicht zum nächstliebsten in der umfangreichen Eels-Discografie werden lässt. Weil man dann ja auch gleich zu den nur wenige CD-Breiten entfernten Originalen greifen kann. Zum Mitschreiben: “Tomorrow Morning” ist gut. Aber für das nächste Album kann sich E ruhig wieder zwei, drei Jährchen Zeit nehmen. Dann wird das sicher noch mal super. Und wer will seine Eels schon anders als im Superlativ?
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