Mit ihrem 2006er Albumdebüt hatten die Fotos seinerzeit Staub aufgewirbelt. Britisch klingender Indiepop auf hohem Niveau, musikalisch von den Originalen kaum zu unterscheiden, jedoch deutsch gesungen, das war neu und aufregend. Ob es daran liegt, dass es um Britpop generell ruhiger geworden ist oder ob die Fotos mit dem zweiten Album dem Genre aus anderen Gründen den Rücken kehren wollen, spielt letztlich keine Rolle. Entscheidend ist, dass sie es tun. Und damit werden sie bei ihren Fans für Irritation sorgen. “Nach dem Goldrausch” basiert im Wesentlichen auf Elektropop-Melodien, mitunter macht das Quartett um Tom Hessler Anleihen bei Soul und R’n’B. Dabei ist die Platte ausgesprochen professionell geraten. Allerdings auch sehr glatt und, hat man den Genrewechsel verdaut, über weite Strecken überraschungsfrei. Gewöhnungsbedürftig ist in diesem Zusammenhang allerdings die Verwendung der deutschen Sprache. Gehört sie nach Hamburger Schule und Artverwandtem im Indie längst zum guten Ton, rückt sie ein mainstreamiges Popprodukt in unmittelbare Nähe von ausschließlich für das Formatradio produzierten
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