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Start VISIONS+ <img class="visions-plus aboplus-fahne" src="https://www.visions.de/wp-content/plugins/item-plenigo/img/visions_plus.svg"> JD Pinkus: Grow A Pear

    JD Pinkus
    Grow A Pear

    VÖ: 07.06.2024 | Label: Shimmy-Disc
    Text: | Erschienen in: VISIONS Nr. 375
    7 / 12
    JD Pinkus - Grow A Pear

    Der Butthole-Surfers-Bassist leitet neue Exkursionen in Weirdness. Grundsympatisch, aber nischig.

    Dass Jeff “JD” Pinkus eine ausgeprägte Vorliebe fürs Banjo hat und schon zwei Soloalben und eine Koop-Platte nur damit einspielte, kann ja nun auch niemanden mehr schocken. Auch auf “Grow A Pear” nimmt das Banjo eine Rolle ein, nur keine als Alleinunterhalter. Einmal geht es mit Pinkus durch, in der Miniatur “BB’s Cowboy Spice”. Aber das muss man ihm wohl zugestehen nach einer knappen halben Stunde, in der er sowas wie ausproduzierte Lieder und Instrumentals präsentiert und seine Stimme sogar ein paar Mal unbearbeitet stehen lässt, etwa in “Ruby” und “If I Could Read My Mind”.

    Klingt dann eben so, als blicke ein Holzflößer-Hüne kurz vorm Zapfenstreich in einer Hillbilly-Spelunke auf sein verkorkstes Liebesleben zurück – was etwas seltsam Anrührendes an sich hat. Später singt Pinkus von Kindern auf der Speisekarte und anderes wirres Zeug, das eher langweilig ist, weil man es von ihm erwartet.

    Auch die siebeneinhalb ereignislosen Minuten von “11:11”, einem alten zweitverwerteten Instrumental, tragen dazu bei, dass “Grow A Pear” auf voller Länge wie eine B-Seiten-Sammlung von Pinkus’ anderen Spießgesellen Melvins wirkt, hätten die etwas übrig für Langhalslauten mit runden Resonanzkörpern (keine ganz abwegige Vorstellung). Kurz: Fans freuen sich auf Gastspiele von unter anderem Sam Coomes von Quasi und dem Surfer-Kollegen Paul Leary, alle anderen verpassen garantiert nichts.

    Das steckt drin: Butthole Surfers, Melvins, Quasi