Múm
Sing Along To Songs You Don't Know
Wahrscheinlich war das nötig, hatten sie doch allein auf dem Vorgänger “Go Go Smear The Poison Ivy” die Belastbarkeit des Hörers zu Genüge auf die Probe gestellt. Nicht, dass da kein Schönklang gewesen wäre, aber man musste ihn schon finden wollen zwischen den ganzen blubbernden Soundfitzelchen, seltsamen Instrumenten und kruden Ideen, die Múm bei den Aufnahmen anscheinend haufenweise hinterm Studio liegen hatten. Auf “Sing Along To Songs You Don’t Know” scheint dieser Haufen nun etwas zur Neige zu gehen. Zwar klingt die Band immer noch nach sich selbst, nach dieser schwer zu fassenden, bittersüßen Wolke, die nur Isländer herbeimusizieren können, doch sind die Songs oftmals deutlich kompakter, aufs Wesentliche reduziert. Da versucht ein Song wie “The Smell Of Today Is Sweet Like Breast Milk In The Wind” beinah seine Clubtauglichkeit zu beweisen und klingt mit seiner Hibbelpercussion, als hätte “Tonight I Have To Leave It” von den Shout Out Louds einen One Night Stand mit einem Björk-Song gehabt. Leider zieht sich diese Konsequenz jedoch nicht durch alle Stücke des Albums. Immer wieder werfen Múm kleine Soundexkursionen dazwischen, die es schwierig machen, die gerade erspielte Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten. Selbst wenn das Nörgelei auf hohem Niveau ist.
weitere Platten
Smilewound
VÖ: 06.09.2013
Go Go Smear The Poison Ivy
VÖ: 21.09.2007
The Peel Session (EP)
VÖ: 10.11.2006
Summer Make Good
VÖ: 12.04.2004